Den Anfang machte Dr. Georg Wünsch, Gründer der machineering GmbH & Co.KG mit seinem Vortrag „industrialPhysics - Neuentwicklungen, Features und Ausblick“ rund um das Thema Simulation. Dabei ging es darum, welche Vorteile Unternehmen haben, wenn diese Simulationssoftware wie industrialPhysics bei der Entwicklung und dem Betrieb von Industrieanlagen und Maschinen einsetzen. Zudem stellte er exemplarisch verschiedene Anwendungsfelder vor, die durch Simulation profitieren. Dabei geht es neben einer gewissen Zeitersparnis vor allem um die deutlich verbesserte Qualität des Endprodukts. Im Laufe des Vortrags wagte er immer wieder einen Ausblick auf die Zukunft. Industrie 4.0 ohne Simulationssoftware zur virtuellen Inbetriebnahme ist nicht denkbar. Dr. Wünsch weiß: „Wir haben den Trend sehr früh erkannt und auch durch die Anbindung verschiedener AR+ VR Brillen an industrialPhysics sind wir bei dieser Entwicklung ganz vorne mit dabei.“

Als zweiter Referent berichtete Andreas Jeziorowski von der Krones AG in seinem Vortrag „Von der Inbetriebnahme zur virtuellen Inbetriebnahme“ über seine praktischen Erfahrungen mit industrialPhysics. Nach einer kurzen Unternehmensvorstellung des Abfüllanlagenherstellers mit weltweit mehr als 10.000 Mitarbeitern erzählte Jeziorowski von der Entwicklung von der ursprünglichen Testumgebung mit Testpanels bis hin zum Einsatz von industrialPhysics. Zu Beginn wurden reale Testpanels an original Kundenschaltschränken gebaut und im 4 Augen Prinzip getestet. Dieses Verfahren war mit sehr langen auf- und Abbauzeiten des Equipments verbunden. Mit der Einführung von industrialPhysics konnten nun auch komplexe Abläufe virtuell abgebildet werden. Zudem war das neue Verfahrung Schaltschrankunabhängig. Vor allem die kurzen Simulationszeiten und die verbesserte Qualität überzeugten. Die Simulationssoftware wird bei Krones sowohl im Bereich der Produktentwicklung als auch bei der Auftrags Bearbeitung eingesetzt. Das von Krones eingesetzte Engineering-Konzept hat die virtuelle Inbetriebnahme dazwischengeschaltet und ersetzt somit langwierige Softwaretest. Es werden Daten aus vorgelagerten Prozessen zur Aufbereitung der bestehenden Daten herangezogen. Krones nutzt die virtuelle Anlage für den finalen Test der SPS mit HIL mit Feldbus. So wird eine Änderung in der Software unnötig. Zusammenfassend hebt Jeziorowski die komplementäre Bibliothek der Simulationselemente, die Qualitätssicherung sowie das einheitliche Tooling und Regelwerk hervor. Mit diesem Konzept erstellt Krones in nur 20 Minuten eine komplette Simulation. Ein im Rahmen einer Masterarbeit entwickeltes Tool erleichtert nochmals die Sammlung aller relevanter Daten und beschleunigt somit die virtuelle Inbetriebnahme. Viele Frage, besonders zu dem selbst entwickelten Tool schlossen den Vortrag ab.

Die Österreichische Firma Egger übernahm das Wort. Markus Wallinger und Roman Astl erklärten in ihrem Vortrag „Holz in Bewegung“, warum sie sich für industrialPhysics entschieden haben. Egger hat – ohne Simulation – ein Hochregallager in St. Johann gebaut. Nach 1 Jahr Bauzeit stand das 120m x 33m x 34m große Lager. Der Baufortschritt wurde mithilfe eines Films gezeigt. Mit Fertigstellung zeigten sich dann doch einige Probleme, die es mit Simulation nicht gegeben hätte. Im laufenden Betrieb wird nun industrialPhysics als Simulationssoftware eingesetzt. Die 30.000 m³ Lagervolumen werden mithilfe eines Materialfluss Layouts und einer Schnittstelle zur Simulationssoftware gemanaged. Die Vision: Simulation so einfach wie ein Küchenplaner! Sie haben sich für industrialPhysics wegen des großen Leistungsumfangs, dem physikalischen Modell und dem CAD System mit Schnittstelle entschieden. Besonders betonten sie die Kundenorientierung von machineering. „Da hilft immer jemand schnell und unkompliziert!“ Ein Bauteilkatalog, der in der Simulation wiederverwendbar ist, ist seit nunmehr 9 Monaten im Einsatz. Als Beispiel wurde ein Verschiebewagen genannt, der trotz 100 %iger Auslastung einfach nicht effizient gearbeitet hat. Erst mithilfe von Simulation konnte dieses Problem gelöst werden.

Den Abschluss machte Florian Wegmann von machineering. Er erklärte den Continuous Commissioning Ansatz. Dabei geht es um den kontinuierlichen Abgleich aller Disziplinen / Arbeitsschritte durch Simulation von der ersten Idee bis zur Produktion. Live-Zusammenarbeit aller Experten am gleichen Datenmodell sowie die heterogene Vernetzung unterschiedlicher Technologien bzw. Tools.  Continuous Commissioning am Beispiel von industrialPhysics beinhaltet 3D-Mechatronik-Simulation mit Prozess, bidirektionale Integration in den CAD-Prozess sowie die Integration mit der Steuerungsentwicklung. „Im Continuous Commissioning liegt meiner Meinung nach die Zukunft. Dieser Ansatz bringt den Unternehmen enorm viel Zeit- und Kostenersparnis. Wir von machineering sind froh, unsere Kunden mit industrialPhysics auf dem Weg dahin unterstützen zu können“, sagt Wegmann.

Neben den Vorträgen hatte machineering drei Infostände aufgebaut. Dort konnten die Besucher alles rund um die Themen Echtzeitanbindung, Sequenzsteuerung und VR+AR erfahren. Zudem konnten Interessierte live vor Ort verschiedene VR + AR Brillen wie die HTC Vive oder die Microsoft HoloLens testen.

Im Anschluss an die Vorträge begann der gemütliche Teil der Veranstaltung. Fingerfood und guter Wein bildeten die optimale Basis für interessante Gespräche und Networking.

Schon heute ist klar, dass es bald eine Wiederholung des Simulation Day geben wird. Die durchweg positive Resonanz hat gezeigt, dass wir mit dieser Veranstaltung den Nerv unserer Kunden treffen. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Beate Maria Freyer, Geschäftsführerin der machineering GmbH & Co.KG verspricht schon heute: „Für Anfang 2018 planen wir eine Veranstaltung rund um das Thema „Digital Engineering“. Dieses Thema ist heute aus dem Kontext Industrie 4.0 nicht mehr wegzudenken. Wir wollen unseren Kunden wieder – wie schon beim Simulation Day – einen Tag voll mit wertvollen Informationen und Gesprächen bieten.“

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