Kleinere Unternehmen setzen häufig keine oder nur vereinzelt eine virtuelle Inbetriebnahme im Engineering ein. Denn es fällt schwer, den tatsächlichen Nutzen dieser Technologien zu beziffern. Bei genauem Hinsehen wird jedoch schnell klar, welche immensen Einsparungen in allen Bereichen damit möglich sind - teilweise mehrere Millionen Euro im Jahr.
Wie bereits in den Blogbeiträgen zur Verbesserung der Produktivität und Qualität aufgeführt, eröffnen sich große Potenziale durch den Einsatz einer virtuellen Inbetriebnahme. Dies gilt auch für den Faktor Zeit.

Im Rahmen einer Case Study hat machineering mit einem Hersteller modularer Maschinen die Potenziale ermittelt, die dieser mit dem sinnvollen Einsatz der virtuellen Inbetriebnahme ausschöpfen kann. Dabei wurden bestimmte Kennzahlen vor und nach der Implementierung von industrialPhysics ermittelt und gegenübergestellt.

Dabei ergab sich, dass durch die durchgängige Anwendung von industrialPhysics in allen relevanten Unternehmensbereichen eine deutliche Verkürzung der Gesamtentwicklungszeit erreicht wurde. Durch die Stabilisierung der realen Inbetriebnahme könnte zudem die Liefertermintreue nachhaltig verbessert werden. In diesem konkreten Fall resultierte daraus eine Einsparung von 191 TEUR, die sich vor allem aus weniger Vertragsstrafen aufgrund von nicht eingehaltener Lieferterminen resultiert.  

Doch wo liegen die Potenziale genau?

Der Einsatz einer Simulationssoftware zur virtuellen Inbetriebnahme ermöglicht ein effizienteres Arbeiten. Gerade durch das parallele Engineering kann die SPS-Programmierung deutlich vor verlagert werden. Dadurch verkürzt sich die Durchlaufzeit in der realen Inbetriebnahme um bis zu 70 Prozent und die Gesamtentwicklungszeit erheblich.
Gerade durch das frühzeitige Testen während der virtuellen Inbetriebnahme verringert sich der Aufwand für die Fehlersuche und Behebung deutlich. Bis zu 70 Prozent schneller können Fehler gefunden und revidiert werden.
Dadurch, dass die Maschine in nahezu optimalem Zustand bereits beim Kunden ausgeliefert wird, verringert sich zudem die Zeit bei der Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort. Die Mitarbeiter können so gleicher Zeit deutlich mehr Projekte betreuen.
Was wohl zu den größten Einsparungen führt, ist die Tatsache, dass sich die Durchlaufzeit um insgesamt 21% verringert. So verbessert sich die Liefertermintreue und die Einhaltung zugesicherter Lieferzeiten deutlich. Mehrkosten durch Vertragsstrafen entfallen und der Kunde ist zufriedener. Pünktliche Auslieferung von qualitativ hochwertigen Maschinen sorgt für eine deutliche Verbesserung der Reputation. Kunden komm so gerne zurück.

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